Binnenschiffe, die bei Dämmerung an einem industriellen Hafenkai festgemacht haben

Sicherheit

Sicherheit ist keine Funktion.
Es ist die Architektur.

Seafar navigiert Schiffe von einem Remote Operation Center aus. Jede Ebene dieses Systems — die Konnektivität, das Situationsbewusstsein, die Menschen, die Verfahren — ist technisch entwickelt, unabhängig geprüft und wird unter Genehmigungen betrieben. So machen wir Fernnavigation und optimierten Besatzungsbetrieb sicher by design.

QMS  ISO 9001:2015 zertifiziert·Von Klassifikation geprüft·Unter Genehmigungen betrieben

Sicher by Design

Vier Ebenen stehen zwischen einem Schiff und einer Gefahr

Fernsteuerung verlagert die Navigationskontrolle an Land — und jede Sicherheitsvorkehrung zieht mit um. Seafar baut jede Ebene in Technologie und Verfahren neu auf, mit Redundanz auf jedem Level.

Redundante Konnektivität

Jedes Schiff arbeitet mit mehreren Netzbetreibern und mehreren Modems an Bord über 4G, 5G und Satellit. Ein Balancer schaltet die Verbindung automatisch zwischen den Anbietern um, sodass eine Funklücke nie zu einem Single Point of Failure führt. Jede Verbindungsunterbrechung wird registriert.

KI-gestütztes Situationsbewusstsein

Radar, AIS, GNSS und Live-Kamerabilder werden in Echtzeit an den Operator gestreamt. Computer Vision an Bord erkennt Schiffe und Hindernisse — einschließlich kleiner Fahrzeuge, die das Radar übersehen könnte — und eine Trajektorien-Engine gibt Kollisionswarnungen aus, bevor sie zum Risiko werden.

Zertifizierte Operatoren, nie allein

Remote Operatoren sind diplomierte Kapitäne, ausgebildet in einem strukturierten, simulatorbasierten Programm — zuerst ruhige Gewässer und kleine Schiffe, dann größere Schiffe und komplexere Routen. Im ROC steht niemand allein Wache: Kollegen und/oder ein Supervisor haben alles mit im Blick.

Verfahren & kontrollierbare Übergabe

Die Übergabe der Steuerung zwischen Schiff und Land folgt einem festen, authentifizierten Protokoll mit vollständigem Briefing-Austausch. Incident- und Krisenverfahren sind dokumentiert, und Sensoren an Bord machen jede Situation im Nachhinein vollständig rekonstruierbar.

Remote Operation Center mit einer Wand aus Bildschirmen

Zertifizierungen & Klassifikation

Geprüft nach Standards, die wir nicht selbst bewerten

Pionierarbeit in einem neuen Bereich ist kein Grund, die eigene Arbeit selbst zu prüfen. Seafar ontwikkelt seine Technologie in enger Zusammenarbeit mit Klassifikationsgesellschaften und Regulierungsbehörden und prüft Qualität und Sicherheit nach anerkannten internationalen Standards.

ISO
ZERTIFIZIERT

ISO 9001:2015 — Qualitätsmanagement

Unser Qualitätsmanagementsystem ist zertifiziert und auditiert, wobei sicherheitsrelevante, regulatorische und betriebliche KPIs unternehmensweit bewertet werden. Das interne Audit 2025 wurde ohne Abweichungen abgeschlossen.

BV
IN ARBEIT

ISO 27001 / 27005 — Informationssicherheit

Bureau Veritas Cybersecurity führte eine ISO 27001- und 27005-konforme Risikobewertung von Seafar durch. Wir setzen die Ergebnisse um — formalisierte Prozesse und ein strukturiertes Security-Awareness-Programm — auf dem Weg zur ISO 27001-Zertifizierung.

CLS
AKTIV

Klassifikationsgesellschaften

Seafar arbeitet eng mit Lloyd's Register und Bureau Veritas zusammen — von der Zertifizierung elektrischer Schaltpläne bis hin zu Richtlinien für autonome Schifffahrt (BV NI 641) — und schafft so den Zertifizierungsrahmen, auf dem die Genehmigung zur Besatzungsoptimierung basiert.

Unabhängige Bewertung

Risiken, untersucht von Externen

Bevor ein Konzept zum Betrieb wird, wird es von unabhängigen Experten analysiert. Die betriebliche Risikobewertung von Seafar für Fernsteuerung und Besatzungsoptimierung wird gemeinsam mit Lloyd's Register in strukturierten HAZID- und HAZOP-Workshops bewertet.

HAZOP·Lloyd's Register·RBC-4 Nachverfolgung

Von 28 Empfehlungen zu einem funktionierenden Safety Case

Die HAZID von 2024 identifizierte 28 Empfehlungen zur weiteren Stärkung des Fernsteuerungsbetriebs. In einem Follow-up-Workshop von Lloyd's Register im Jahr 2025 wurde bewertet, wie jede Empfehlung in Verfahren und Minderungsmaßnahmen umgesetzt wurde.

Das Ergebnis: 23 Empfehlungen vollständig behoben, mit 5 bewusst offen gehaltenen Punkten, um die Produktsicherheit weiter zu stärken — darunter grenzüberschreitende Drogen- und Alkoholregelungen sowie laufende Untersuchungen zu Kollisionsrisiken. Offene Punkte bleiben bewusst offen. Sicherheit wird nie als „abgeschlossen“ betrachtet.

Behoben23 / 28
Offen — kontinuierliche Verbesserung5 / 28
In Verfahren umgesetztAktiv in F&E

Regulatorischer Rahmen

Wir umgehen keine Regeln. Wir fahren unter Lizenz.

Die Binnenschifffahrt wird Wasserstraße für Wasserstraße reguliert. Seafar operiert innerhalb dieses Rahmens — unter Genehmigung, Befreiung oder auf ausgewiesenen Testfeldern bei jeder Behörde — und arbeitet mit Regulierungsbehörden in Belgien, den Niederlanden, Deutschland und am Rhein an einem harmonisierten europäischen Ansatz.

Jeder Betrieb ist genehmigt. Fernnavigation und optimierter Besatzungsbetrieb erfolgen nur dort, wo eine zuständige Behörde die Erlaubnis erteilt hat. Der untenstehende Status spiegelt die regulatorische Situation pro Jurisdiktion wider.

Belgien 
De Vlaamse Waterweg (DVW)

Flämisches Binnenwasserstraßennetz als Testfeld für Fernnavigation ausgewiesen (Art. 70, Binnenschifffahrtsdekret). Betrieb mit optimierter Besatzung behördlich genehmigt.

ZUGELASSEN
Belgien (Wallonie)
Service Public de Wallonie (SPW)

Erste Genehmigung für den Betrieb auf wallonischen Wasserstraßen erteilt.

ZUGELASSEN
Belgien 
Haven van Antwerpen-Brugge

Zugelassen für Fernnavigation im Hafengebiet von Antwerpen und Brügge.

ZUGELASSEN
Belgien/Niederlande
Gemeenschappelijke Nautische Autoriteit (GNA)

31 Genehmigungen für grenzüberschreitende Einsätze mit voller Besatzung an Bord erteilt.

ZUGELASSEN
Niederlande
Rijkswaterstaat (RWS) · Havenbedrijf Amsterdam · Havenbedrijf Rotterdam ·

Zugelassen für Fernnavigation auf wichtigen niederländischen Wasserstraßen (BPR) und in Häfen, einschließlich Rotterdam und Amsterdam.

ZUGELASSEN
Deutschland
Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS)

Erste Genehmigungen für den Betrieb auf deutschen Bundeswasserstraßen durch die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) erteilt.

ZUGELASSEN
Rhein 
Centrale Commissie voor de Rijnvaart (CCR)

Seit Januar 2024 Ausnahmegenehmigungen für grenzüberschreitende Fernnavigation auf dem Rhein erhalten.

ZUGELASSEN
Binnentanker Dignity unterwegs

Sicherheit & Reaktion

Netzwerkseitig abgesichert —
und bereit, wenn jede Sekunde zählt

Cybersicherheit

Konnektivität ist die Lebensader eines Fernbetriebs und wird daher als Sicherheitssystem behandelt. Schiffsnetzwerke, Mobilfunk- und Satellitenverbindungen sowie das ROC sind über einen verschlüsselten, überwachten Tunnel verbunden.

  • Unabhängige Risikobewertung durch Bureau Veritas Cybersecurity, ausgerichtet an ISO 27001 / 27005.
  • Kontinuierliche Verbindungsüberwachung durch einen spezialisierten Drittanbieter, mit Protokollierung jeder Unterbrechung.
  • Security-Awareness-Programm und formalisierte Prozesse in Entwicklung, IT und Betrieb.

Incident- & Krisenmanagement

Wenn etwas schiefgeht, ist die Reaktion eingübt, nicht improvisiert. Ein dokumentiertes Incident- und Krisenverfahren regelt Eskalation, Kommunikation und Wiederherstellung.

  • Festgelegte Eskalationspfade zwischen ROC, technischem Support und Landmanagement.
  • Vollständige Rückverfolgbarkeit — Sensoren an Bord und Systemprotokolle ermöglichen die Rekonstruktion und Analyse jeder Situation.
  • Strukturierte Berichterstattung führt Beinaheunfälle und Erkenntnisse in die Verfahren und den Safety Case zurück.

Sprechen Sie mit uns

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Unser Sicherheits- und Regulierungsteam führt Sie durch den Zertifizierungsrahmen, das Genehmigungsverfahren für Ihre Wasserstraßen und zeigt Ihnen, wie ein sicherer Übergang für Ihren Betrieb aussieht.