Seafar empfängt NRW-Verkehrsminister zu einem Einblick in Remote Operations
Am 17. Juli 2026 besuchte Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, das Remote Operations Center von Seafar im Rahmen einer Hafenrundfahrt von Port of Antwerp-Bruges.

Am 17. Juli 2026 haben wir Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, empfangen, um zu zeigen, wie Fernbedienung funktioniert: ein Remote Operations Center, von dem aus Schiffe durch ausgebildete Remote Operators navigiert werden. Der Besuch war Teil einer von Port of Antwerp-Bruges organisierten Hafenrundfahrt, und wir waren stolz, einer der Programmpunkte zu sein.
Die Rundfahrt wurde von Port of Antwerp-Bruges im Rahmen der Zusammenarbeit mit Nordrhein-Westfalen organisiert, einer der wichtigsten Binnenschifffahrtsregionen Europas und ein zentraler Partner des Hafens entlang des Rheinkorridors.
Warum dieser Besuch zählt
Nordrhein-Westfalen liegt im Herzen des Rheinkorridors, der verkehrsreichsten Binnenwasserstraße Europas. Der Rhein befördert jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Fracht, und auf dem Korridor zwischen Rotterdam und der deutsch-schweizerischen Grenze hat die Binnenschifffahrt einen Anteil von etwa 40 Prozent der Fracht in Tonnenkilometern – vor Straße und Schiene. Diesen Korridor in Bewegung zu halten ist eine gemeinsame Priorität für die Region und für Seafar.
Der Rhein befördert jährlich etwa 285 Millionen Tonnen Fracht. Auf dem Korridor Rotterdam bis zur deutsch-schweizerischen Grenze hat die Binnenschifffahrt rund 40 % der Fracht in Tonnenkilometern – vor der Straße mit 38 % und der Schiene mit 22 %.
Port of Antwerp-Bruges spielt in diesem Korridor eine zentrale Rolle als maritimes Tor, das die Nordsee mit dem industriellen Herzen von NRW verbindet. Der Minister setzt sich öffentlich für engere grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Rhein und für die Digitalisierung der Transportkette ein. Dieser Fokus schließt direkt an Seafars Arbeit an: Binnenschiffe mit Remote Operations Centers an Land verbinden, die Abhängigkeit von knapper Bordbesatzung verringern und die operative und regulatorische Grundlage für eine stärker digitale Wasserstraße legen.
Was der Minister sah

Der Seafar-Halt begann im zentralen Raum mit einer kurzen Einführung durch das Team: wer Seafar ist und warum Remote-Binnenschifffahrt zählt. Dabei wurde deutlich, dass der strukturelle Mangel an Schiffsführern ein anderes operatives Modell verlangt, bei dem Schiffe vom Land aus unterstützt werden können.
Danach ging es in das Remote Operations Center, das Herzstück, wie Remote-Fahren funktioniert. Dort sah der Minister eine Live-Demonstration von Binnenschiffen, die vom Land aus durch Remote Operators navigiert werden, gefolgt von Fragen dazu, wie Remote-Fahren in der Praxis funktioniert – von den Bordsystemen und der sicheren Konnektivität bis zu den zertifizierten Operators und der regulatorischen Genehmigung, die es möglich machen.
In unseren Worten
Der Rhein funktioniert nur, wenn der gesamte Korridor funktioniert, und das verlangt Zusammenarbeit zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Minister Krischer Remote-Fahren aus nächster Nähe zu zeigen, ist eine Gelegenheit zu belegen, dass die Technologie, um die Binnenschifffahrt bemannt und in Fahrt zu halten, heute bereits existiert – vom Land aus.
Das größere Bild
Der Besuch fügt sich in eine breitere Verschiebung ein. Die Wasserstraße wird aus zwei Richtungen gleichzeitig digital: das Netz, über ferngesteuerte Schleusen, Brücken und digitales Verkehrsmanagement, und das Schiff, über Fernbedienung. Wenn ein Hafenunternehmen wie Port of Antwerp-Bruges dem Verkehrschef einer wichtigen Rheinregion den Betrieb von Schiffen vom Land aus zeigt, ist das ein Signal, dass beide Seiten dieser Verschiebung ernst genommen werden. Seafars Rolle ist die Schiffsseite, und sie ist Teil dessen, was die Zukunft der Binnenschifffahrt sichert.
Seafar dankt Port of Antwerp-Bruges für die Organisation des Besuchs und für die Aufnahme von Seafar in das Programm.